Fördernde Aspekte des Jonglierens
 
  (Lernen - Gesundheit - Kommunikation)  
 
Wenn man weiß, daß das Spiel mit drei Bällen viel Spaß, Herausforderungen, Kreativität, Anerkennung und körperliches und mentales Training beinhalten kann, so ist klar, daß ein Hobbyjongleur wohl kaum mehr über Langeweile klagen wird.
Jonglieren ist ein sehr preiswertes Vergnügen und man kann es (fast) überall ausüben. Transportprobleme sind bei diesem Hobby nicht vorhanden! Als Jongleur werden Sie automatisch zum Lehrer, denn zumindest Ihre nähere Umgebung wird Ihnen Gelegenheit geben pädagogisches Talent und Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln.


Jonglieren und Lernen:
Die Freude am Lernen und (eigenem) Forschen ist eine wichtige Grundlage für ein aktives und erfolgreiches Leben. Mit der Freude am Jonglieren ergibt sich gleichzeitig eine gute Möglichkeit, motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Die einfachen, schrittweisen Anleitungen sind beispielhaft für das Lösen komplizierter Bewegungsabläufe (und Herausforderungen überhaupt!). Für jedes Problem gibt es eine Lösung und jeder Fortschritt wird bestätigt. Jeder neue Trick und jedes neue Requisit bedeuten für den Lernenden eine neue Herausforderung. Das "Spiel mit der Schwerkraft" verlangt, lehrt und verstärkt Geduld, Ausdauer und Selbstanalyse.
Die ersten Erfolgserlebnisse stellen sich recht rasch ein, jedoch sollte das Tempo beim Lernen jeder selbst bestimmen können. Dabei wird Selbstwertgefühl, Konzentration und Zielstrebigkeit spielerisch gefördert.

Jonglieren und Gesundheit:
Jonglierübungen fördern die Reflexe, die Augen - Hand Koordination, das Zeit-, Rhythmus und Gleichgewichtsgefühl. Außerdem wird das periphere Sehvermögen verbessert und Jonglieren wirkt auch streßabbauend.
Vor allem macht diese Art gesunder Bewegung viel Spaß!
Greifen Sie einmal in einer Büropause nicht nach der Kaffeetasse, sondern nach Ihren Jonglierbällen. Sie werden nach einer kurzen Jonglage erfrischter zu Ihrer Arbeit zurückkehren! Jonglieren beansprucht beide Großhirnhälften und das Kleinhirn gleichermaßen und ist daher der ideale Ausgleich bei vorwiegend verstandesmäßiger Tätigkeit.


Jonglieren und Kommunikation
Kleinhirn - Balance - Sprache
Entwicklungsgeschichtlich und funktionell sind Gehör- und Gleichgewichtssinn eng miteinander verbunden. Im Innenohr ist das "statische Organ", einem Gesamtorgan zur Bestimmung der Lage im Schwerefeld der Erde, lokalisiert.
Feinste Verbindungsstrukturen zwischen Kleinhirn und Gleichgewichtsorgan weisen auf die intensiven Wechselbeziehungen hin. Mit Hilfe des Kleinhirns - sofern es intakt ist - werden wir zu einer fließenden Bewegung befähigt, zu feinerem Ausbalancieren der Haltung im Felde der Gravitation ebenso wie zum fließenden Sprechen.

Balance- und Jonglierübungen sind daher nicht nur geeignet die sprachliche Entwicklung zu fördern, sondern sie entsprechen auch dem natürlichem Spieltrieb.
Viele ursprünglichen Kinderspiele sind "Spiele mit der Schwerkraft", so auch Balancieren, Federn, Springen, Schaukeln und Schwingen, Werfen und Fangen, Klettern, Drehen, Hängen etc.

Im Gegensatz zu vielen Sportarten die Ungeduld, Frustration und ein destruktives Konkurrenzdenken fördern, das aus mindestens 50% aller Teilnehmer Verlierer macht gibt es beim Jonglieren keine Verlierer und der wichtigste Konkurrent ist man selbst. Erfahrungsaustausch, Partner- und Gruppenspiele ergeben sich ganz automatisch, wobei die Entwicklung von Teamarbeit und Kooperationsfähigkeit beobachtet werden kann.

Da die Kunst des Jonglierens durch die Fülle der Requisiten und Möglichkeiten ein sehr weites Feld ist, ergeben sich viele Kommunikationsebenen:
Dieses Hobby kann als Spiel oder Sport gesehen werden, als Kunstform oder als Therapieansatz und Pädagogikmodell.
Ebenso ist Jonglieren Ausgangspunkt für viele interessante wissenschaftliche Arbeiten in den Bereichen Geschichte, Mathematik, Motorikforschung sowie Programmieren und Robotik.


 

 
 
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